Nehemia Team für Zusammenarbeit von christlichen Gemeinden
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Situation in den Bergdörfern Thailands


Die Landbevölkerung im Norden Thailands ist sehr arm. Der Lebensunterhalt wird größtenteils aus Reisanbau und Viehzucht bestritten. Der Jahresverdienst liegt im Durchschnitt bei ca. 10.000 Baht, das sind etwa 200 Euro. Das reicht gerade, um eine Familie zu ernähren, und diese sind in der Regel groß. Ist die Ernte einmal schlecht ausgefallen, müssen die Bauern einen Kredit aufnehmen, der sie in die Schuldenfalle treibt. Die Folgen sind weit reichend.

  • Damit die Schulden zurückgezahlt werden können, wird die ganze Familie in die schwere Landarbeit einbezogen. Für Schule und Erziehung bleibt da nicht mehr viel Zeit.
  • Die Eltern verkaufen oft ihre Kinder an Händler, die sie in die Sexzentren von Bangkok, Pattaya usw. oder nach Japan weitervermitteln.
  • Viele Männer flüchten sich in Drogen und Alkohol, um der schweren Realität zu entfliehen.
  • Die Mütter tragen das Joch der schweren Arbeit allein.
  • Missbrauch und körperliche Gewalt sind die Folgen.

Die Hütten sind ärmlich und klein. Oft gibt es nur einen Raum, in dem die Familie lebt, kocht und schläft. Es kommt auch häufig vor, dass Schweine und Hühner in einer Ecke der Hütte gehalten werden. Dementsprechend leiden vor allem die Kinder unter Krankheiten, die man in Deutschland nur aus Geschichtsbüchern kennt.


Neben der wirtschaftlichen und moralischen Not besteht noch eine geistige Not. Eine junge Frau vom Stamm der Akha berichtet: „Wenn die Dorfbewohner keine Christen sind, haben sie sich ganz der Geister –und Dämonenbeschwörung hingegeben. Oft tanzen sie für sie und beten sie an.

Im Dorf gibt es Geisterhäuser. Man meint, dass die Geister der Verstorbenen hier weiter leben. Vor Beginn eines Vorhabens müssen diese erst durch Befragung und Beschwörung zu Rate gezogen werden. Bevor ein Besuch kommt, muss dies dem Geist mitgeteilt werden, damit er nicht zornig wird und der Besucher nicht krank wird. Ist jemand krank, werden Tiere geopfert.“





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