Nehemia Team für Zusammenarbeit von christlichen Gemeinden
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Besuch in Ban-Sub-Tu


Ban-Sub-Tu ist ein Dorf in der Nähe des „Home of Blessing“, das vorwiegend vom Volksstamm der Yao bewohnt wird.

Wir trafen die Mädchen an der Baustelle des „Home of Blessing“, dem Haus, dass für sie gerade im entstehen war. Die meisten von ihnen sind gerade 13 Jahre alt. Mit ihren kindlichen Gesichtern, dunklen Augen, die uns schüchtern aber doch neugierig anblickten, wirken sie alle viel jünger. Bei diesem ersten Kontakt hatten wir Gelegenheit trotz Sprachschwierigkeiten uns etwas auszutauschen und gemeinsam praktisch beim Hausbau zu helfen. Vor allem die gemeinsame Arbeit half die Schüchternheit zu überwinden, und einige versuchten ihre kargen Englischkenntnisse anzuwenden. Mit Hilfe unserer Hände und Füße ist daraus sogar eine Unterhaltung geworden.

 


Die Armut in diesem Dorf ist offensichtlich. Die Menschen leben in einfachen Holzhäusern, die meist nur aus einem großen Raum mit mehreren kleinen Nischen bestehen. Das Fundament ist der wellige Lehmboden, und das Haus teilen sich oft bis zu 20-25 Personen zusammen mit Hühnern und Schweinen.

Die Mädchen waren trotz ihrer Schüchternheit sehr stolz und glücklich, uns ihr Zuhause und ihre Familie vorzustellen. Wir haben uns über die Begegnungen sehr gefreut, bekamen wir dadurch doch einen Einblick in die Familienverhältnisse der Mädchen.

Anfangs kamen wir uns richtig neugierig vor, doch mit der Zeit erfuhren wir so viel Herzlichkeit, dass sich bei uns das Gefühl, Eindringling in diese für uns so fremde Dorfwelt zu sein, verflüchtigte. Leider war die Verständigungsmöglichkeit sehr begrenzt, aber dass ein herzliches Lächeln verbindet, erlebten wir auf Schritt und Tritt.

Eigentlich schien es uns völlig unmöglich, dass aus diesem kleinen verschlafenen Dorf junge Mädchen in der Gefahr standen, in die Bordelle der thailändischen Touristenmetropolen verkauft zu werden. Doch wir mussten leider feststellen, dass in manchen Familien bereits Töchter diesen Weg gegangen sind.

Spätestens bei unserem zweiten Besuch in diesem Dorf einige Tage später wurde uns diese Wirklichkeit drastisch vor Augen geführt, als wir vor einem der Häuser einen Wagen aus Bangkok sahen, dessen Fahrer und Insassen eindeutige Absichten hatten, nämlich Eltern davon zu überzeugen, dass ihre Töchter in Bangkok eine weit bessere Zukunft erwarten würde.

 





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